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Stolpersteine der gesunden Ernährung:
Milchzucker- und Fruchtzuckerverwertungsstörung

1. Definition
 

Michzuckerverdauungsstörung
Milchzucker = Laktose besteht aus Glukose (=Traubenzucker) und Galaktose. Das Enzym Laktase spaltet die Laktose in diese beiden Bestandteile auf.
Laktase wird in der Darmschleimhaut produziert und kann aus mehreren Gründen unzureichend vorhanden sein oder fehlen.

  1. Primärer, genetisch bedingter oder angeborener Laktasemangel:

Bereits beim Baby Probleme mit der Milchzuckerverdauung. In weiten Teilen der Bevölkerung Asiens und rund um den Äquator. In unseren Breiten ein Nord-/Südgefälle, d. h. in Schweden nicht vorhanden, in Südeuropa 2/3 der Bevölkerung betroffen.
In diesen Ländern wird bereits bei der Verarbeitung von Milchprodukten Rücksicht genommen und die meisten Käsesorten werden milchzuckerfrei hergestellt.

  1. Sekundärer Laktasemangel des Erwachsenen:

Eine geschädigte Dünndarmschleimhaut produziert zuwenig Laktase und im Alter nimmt der Laktasespiegel ohnehin ab.
Kommt daher bei allen darmschleimhautschädigenden Erkrankungen vor.

Fruchtzuckerverwertungsstörung
Fruchtzucker kann nicht in die Darmschleimhaut transportiert werden, weil das Transporteiweiß dazu fehlt. Es wird ebenfalls von der Darmschleimhaut erzeugt.
Laktasemangel und Fruchtzuckertransportstörung kommen meistens gemeinsam vor.
Fruchtzucker ist in Obst, Fruchtsäften, Diabetikerprodukten und einigen
Light-Produkten“ enthalten.
Gleichzeitig können auch Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit und Xylit nicht in die Darmschleimhaut transportiert werden. Sie brauchen den gleichen Transportmechanismus.

   
2. Symptome
 

Zucker, die nicht aufgenommen werden, gelangen in tiefere Dünndarmabschnitte und werden dort von Bakterien vergoren. Gärung bringt Fuselalkohole und Gasbildung.
Der Patient hat Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, oft sehr schnell nach dem Essen.
Die Folge der Gärung sind eine Leberbelastung und Störung der Darmkeimbesiedelung = Dysbiose, wodurch die bereits geschädigte Darmschleimhaut neuerlich gestört wird. Ein verhängnisvoller Kreislauf beginnt.

  Manche Patienten bekommen aber auf Milchzucker Verstopfung (Frauenproblem). Ihnen kann durch entsprechende Diät und Medikation leicht geholfen werden.
   
3. Begleitkrankheiten
 

Wenn Fruchtzucker im Darm liegen bleibt, dann verbindet er sich mit der essentiellen Aminosäure Tryptophan zu den sogenannten Fruktose-Tryptophan-Maillard-Komplexen. Tryptophan ist ein Vorläufer des Serotonins und dieses wieder ein Vorläufer des Melatonins im Hirnstoffwechsel. Ein Mangel an beidem kann schwere psychische Folgen haben, denn Serotonin kann man auch als „Glücksstoff“ bezeichnen.
Bei psychischen Erkrankungen, besonders bei Depressionen ist dieser Mechanismus daher zu untersuchen.

  Die Aufnahme von Zink aus dem Darm kann durch diese Maillard-Komplexe ebenfalls erniedrigt sein. Der entstehende Zinkmangel kann also billiger durch Weglassen von Obst als durch Zinkersatz korrigiert werden.
Auch das prämenstruelle Syndrom (PMS), die psychische Veränderung von Frauen vor der Regel kann damit zusammenhängen.
   
4. Diagnostik
 
  1. Milchzuckerabbaustörung: Nach Bestimmung des Nüchternblutzuckers bekommt der Patient eine Milchzuckerlösung zu trinken. Kann er die Laktose spalten, dann entsteht Glukose und Galaktose, also muss der Blutzucker ansteigen. Dieser wird nach 30, 60 und 90 Minuten getestet.
  2. Fruchtzuckertransportstörung: Nicht aufgenommener Zucker gärt und dabei entstehen H2 (=Wasserstoff) und Fuselalkohole. Der Wasserstoff wird über die Atemluft abgegeben und kann gemessen werden. Ebenfalls nach 30, 60 und 90 Minuten. Besondere Vorbereitung ist aber nötig, um den Test nicht zu verfälschen.
  3. Biologische Testverfahren: Beide Unverträglichkeiten kann man schneller und billiger mit biologischen Testverfahren (EAV, Armlängenreflex oder Muskeltest) überprüfen.
  Die Testsubstanz auf der Zunge oder auch nur aufgelegt beeinflusst den Test negativ –
EAV-Profil bekommt Zeigerabfall,
gleiche Armlängen werden verschieden,
normotoner Muskel wird schwach oder hyperton.
   
5. Therapie
 

Ziel jeder Therapie ist die Wiederherstellung einer funktionierenden Darmschleimhaut mit dem richtigen Bakterienrasen. Dazu muss die Gärung unterbunden werden.
Weglassen von Frucht- und Milchzucker, also
                            Obst, Fruchtsäfte, Marmeladen, Honig
                            Zuckerausstauschstoffe Xylit und Sorbit in „Light-Produkten“,
für mindestens 2 Monate.

 

Das Enzym Laktase kann synthetisch hergestellt werden, man kann es daher leicht zuführen, wodurch zumindest auf den Verzehr von Milchprodukten keine Rücksicht genommen werden muss.
Am Anfang ist es günstig, eine höhere Dosierung zu wählen, man kann mit einem biologischem Testverfahren die Kapselanzahl ermitteln.
Das Präparat „Lactrase“ hat sich am besten bewährt. Bei ähnlichen Produkten ist häufig Sorbit dabei, welche die Wirkung des Enzyms ziemlich abschwächen. Einige Patienten vertragen die Kapselhülle nicht, in diesem Fall nur den Inhalt schlucken.

 

Der Fruchtzuckertransport wird durch Traubenzucker gefördert, man sollte also bei „Sünden“ den Obstgenuss durch Traubenzucker unterstützen. Da Rübenzucker aus Trauben- und Fruchtzucker besteht, wird hier die Fruchtzuckertransportstörung nicht wirksam, man muss darauf auch nicht verzichten.

 

Hat sich nach 8 Wochen die Darmschleimhaut erholt, kann langsam wieder mit Obstgenuss begonnen werden. Der Bedarf an Laktase wird zurückgehen, aber meist nicht total überflüssig werden.

 

Das Wohlbefinden während und nach der Diät erleichtert vieles, die Patienten verzichten dann instinktiv auf viele Produkte, weil sie so keine Blähungen, kein Völlegefühl, keinen Durchfall und kein Unwohlsein nach Nahrungsaufnahme mehr verspüren.

  Viele Medikamente enthalten Milchzucker als Füllstoff, diese sind daher für Patienten mit Milchzuckerabbaustörung ungünstig.
   
 

Weitere Informationen im Internet unter www.fructose.at >>

   
 
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